Tour Sigriswiler Rothorn

Kategorie: Bergwandern | 0

 

 


Facts

Gebiet Sigriswil, Berner Oberland
Schwierigkeit nach SAC Wanderskala T3, aufgrund Schnee und Vereisung jedoch schwerer einzustufen
Absicherung keine
Technisches Material keines
Teilnehmer 2 Personen
Zeitbedarf ca. 7h

 

 

Tourenbeschreibung

Der Sigriswilgrat mit den markanten Gipfeln „Sigriswiler Rothorn“ und „Mittaghorn“ ist ein sehr schönes Gebiet zum wandern – Sommer wie Winter. So dachten wir, auch bei schlechter Witterung könnte dies ein lohnendes Ziel sein und es ging früh los. Startpunkt war der Parkplatz bei Skilift in Wilerallmi. Bei der Tourenplanung hatte ich am Vortag die Webcam vom gegenüberliegenden Niederhorn bemüht und diese zeigte ein schneefreies Gelände. Der Wetterbericht hatte nur geringe Mengen Niederschlags vorhergesagt, aber schon auf der Höhe Wilerallmi lag eine dünne, aber fast durchgehende Schneedecke… Mal sehen, wie weit es geht war fortan die Devise.

Der Zustieg führt in Richtung Spitze Flue und dem Wanderweg folgend bis Underbergli. Die Alp ist bereits tief im Winterschlaf. Wir traversierten nun den Sigriswilgrat auf der Justistalseite, immer dem stellenweise leicht vereisten Bergweg entlang bis zum Schafloch. Der Weg ist bei diesen Verhältnissen nicht ohne, aber mit der nötigen Vorsicht gut zu begehen. Am Schafloch angekommen, legten wir eine kleine Rast ein. Leider war von den Tiefblicken ins Justistal und der schönen Sicht auf die Berner Obleränder Bergriesen nichts zu sehen… Durch den gut 1km langen Militärstollen  – Stirnlampen hatten wir eingepackt – gelangen wir unter dem Sigriswiler Rothorn auf die westliche Seite des Sigriswilgrates. Leider können wir auch hier die Weitsicht aus den Bobachtungsbunkern nicht bewundern und marschieren gleich weiter und steigen Richtung Punkt 1921 auf. Zurück auf der Justistalseite umrunden wir nun stetig aufsteigend das Sigriswiler Rothorn und kommen bald auf dem Sattel zwischen den beiden Gipfelaufbauten an. In leichter kraxelei geht es auf den höheren Ostgipfel und schnell stehen wir beim Gipfelkreuz auf 2051m. Wie ich versprochen hatte sind wir über der Wolkendecke angekommen, nur leider liegt eine weitere Wolkenschicht nur wenige hundert Meter über der anderen. Somit sehen wir von der Sonne leider nur sehr wenig… Da es doch recht kalt und windig ist, machen wir nur eine kleine Gipfelrast und beginnen dann den Abstieg.

Durch das bereist recht gut eingeschneite Hochtal (im Sommer übrigens eine herrliche Karstlanschaft) geht es über Oberbergli zurück zum Parkplatz bei Wilerallmi. Trotz des Wetters eine schöne und einsame Tour – Gruss an den Alleingänger, dessen Fusspuren wir ab dem Sigrsiwilgrat vorfanden!